Pressemitteilung der Vereine SKG Sprendlingen, FV06 Sprendlingen, JFV Dreieich 2015, SUSGO Offenthal und FC Offenthal

Gutachten der Firma L.A.U.B. zur Beurteilung der Auslastung
der städtischen Freisportanlagen im Auftrag der Stadt Dreieich

Die Vertreter der o. a. Sprendlinger und Offenthaler Vereine staunten nicht schlecht, als ihnen das Ergebnis der Untersuchung am letzten Montag seitens des Gutachters und der Stadt vorgestellt wurde.
Als erstes ist dort festgehalten, dass alle Sportplätze in einem ordentlichen bis guten Zustand sind. Soweit so gut.
Zweitens wird empfohlen, jeweils einen Sportplatz in Dreieichenhain und einen Sportplatz in Offenthal einzusparen.

Sprendlingen und Offenthal (SKG, SUSGO und JFV Dreieich) arbeiten im Fußball über ihre gemeinsamen Teams eng zusammen, natürlich auch in Bezug auf die Sportplatznutzung.
Die -6-Sportplätze in den beiden Stadtteilen werden zusätzlich von den Vereinen FV 06 Sprendlingen, Fortuna Dreieich, TG Sprendlingen und FC Offenthal genutzt.

Das gleiche gilt für Dreieichenhain und Götzenhain (SGG, TVD, SVD und der JFV Dreieichenhain/Götzenhain). Auch hier wird auf -6- Sportplätzen Fußball gespielt und übergreifend genutzt.

Es gibt aber einen gravierenden Unterschied. In den Stadtteilen Sprendlingen und Offenthal spielen 53 Mannschaften und in den Stadtteilen Dreieichenhain und Götzenhain spielen 26 Mannschaften. Beide auf 6 Sportplätze.

Das Gutachten sagt weiter aus, dass auf Grund der Auslastung jede Gruppe auf einen Sportplatz (locker) verzichten kann. Das heißt, die Sportplätze bleiben im Verhältnis 5 : 5 erhalten, mit dem Unterschied, dass sich in Sprendlingen/Offenthal 53 Mannschaften und in Dreieichenhain/Götzenhain 26 Mannschaften die Plätze teilen.

Jeder neutrale Betrachter erkennt, dass hier etwas nicht stimmen kann.

Steigt man tiefer in das Gutachten ein, zeigt sich, dass die zu Grunde gelegten Parameter einfach nicht alle Kriterien zu einer Beurteilung abdecken.

  1. Die Betrachtung der Auslastung umfasst lediglich die zugemeldeten und über Vereinshomepages veröffentlichten Zeit-Stunden.Nicht berücksichtigt hierbei ist die tatsächliche Nutzung nach Anzahl Mannschaften / Menschen.
  2. Die Auslastungsgrade wurden an der Anzahl Stunden gemessen, die ein Bodenbelag pro Jahr aushält, nicht an realistisch möglichen Trainingszeiten.
  3. Die Nutzungsmöglichkeit von Naturrasen richtet sich nach der Gegebenheit des Platzes (Flutlicht oder nicht) und danach wie die Stadtverwaltung dieses witterungsabhängig zulässt, ist also beliebig und nur durch die Stadt beeinflussbar
  4. Es ist falsch, Wintertrainingszeiten einfach pauschaliert mit den Sommertrainingszeiten darzustellen. In den Wintermonaten werden auf Grund Witterungs-und Lichtverhältnisse u.a. Hallenzeiten in der Philipp-Köppen-Halle in Offenthal und der Gerhard-Hauptmann-Schule in Sprendlingen hinzu gemietet
  5. Die Gutachter schreiben selbst im letzten Absatz zum Thema Aufgaben und Vorgehensweise:  „ …dass es sich bei dem beauftragten Leistungsumfang nicht um eine Sportstättenentwicklungsplanung handelt, wie z.B. im August 2005 durch das Büro ikps für Dreieich durchgeführt“. Also was soll dieses Gutachten ???

Es ist sehr schade, dass trotz rechtzeitiger Hinweise an die Verwaltung und an den Gutachter seitens der Offenthaler und Sprendlinger Vereine auf offensichtlich falsche, fehlende und unvollständige Parameter, diese nicht aufgenommen wurden.

Das Gutachten taugt daher lediglich nur dazu, die Bodenbeschaffenheiten der einzelnen Plätze nunmehr zu kennen und eventuelle pflegerische Maßnahmen einzuleiten. Eine Aussage über die Schließung von Plätzen kann auf Grund des beauftragten Leistungsumfangs, der Vorgehensweise und der unzulänglichen Parameter nicht getroffen werden.

Aufgrund der heutigen Anzahl Mannschaften/Sportler, der Einwohnerzahl der jeweiligen Stadtteile und der Prognosen über Zuzugsgebiete ist eine Bedarfsplanung und Gleichheit zwischen den Vereinen einfach herzustellen. Siehe hierzu auch die Anlage „Fußball-Landschaft-Dreieich“.

sportplatznutzung

Ein denkbares Modell wäre in den Stadtteilen Dreieichenhain und Götzenhain die ungeliebten drei Asche-Plätze aufzugeben und einen Rasenplatz in einen Kunstrasenplatz zu wandeln.
Die Stadt hätte eine entsprechende Einsparung, die Vereine wären mit Sportstätten gleicher Qualität und proportionaler Quantität ausgestattet und auf die ungeliebte Sportplatznutzungsgebühr könnte verzichtet werden.

In Abstimmung mit allen v.g. Vereinen:

gez.

Norbert Haller
Vorsitzender SUSGO Offenthal